Die nak beim Armutskongress – Armut und Ausgrenzung dauerhaft überwinden!

Berlin, den 10. April 2019. Anlässlich des Armutskongress, gemeinsam veranstaltet vom Paritätischen Gesamtverband, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Arbeiterwohlfahrt und der Nationale Armutskonferenz erklärt Gerwin Stöcken, Sprecher der Nationalen Armutskonferenz:

„Wir freuen uns, in diesem Jahr als Nationale Armutskonferenz Mitveranstalterin des Armutskongresses zu sein und dadurch die politische Teilhabe und die Perspektiven von Menschen mit Armutserfahrung auf dem Kongress und darüber hinaus zu stärken und einzubringen. Es gibt viele armutspolitische Baustellen in Deutschland, sei es die Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut, die Vermeidung von Altersarmut oder die ausufernde Wohnungsnot. Ganz grundsätzlich geht es aber um die Anerkennung von Würde und Teilhabe jenseits individueller Schuldzuschreibungen. Politisch bedeutet dies, dass stets gewährleistet werden muss, dass für alle Menschen ein sozialrechtlicher Anspruch auf sozialstaatliche Leistungen gilt und der Sozialstaat keine Almosen verteilt. Eine zeitgemäße Sozialpolitik muss zudem darauf ausgerichtet sein, Armut und Ausgrenzung dauerhaft zu überwinden!“

Auf der zentralen Podiumsdiskussion des Armutskongresses erklärte die stellvertretende Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz, Werena Rosenke zum Kongressschwerpunkt Wohnen: „Es muss für ein gesellschaftliches Verständnis von Wohnen gekämpft werden, welches Wohnen als Grundbedürfnis, Menschenrecht und Lebensgrundlage begreift. Die umfassende Wohnungsnot, Verdrängungsdynamiken sowie drohende und tatsächliche Wohnungslosigkeit sind zentrale sozialpolitische Herausforderungen, die in der nak intensiv diskutiert werden.“

Die Nationale Armutskonferenz setzt sich für die Teilnahme von Menschen mit Armutserfahrung am Armutskongress ein. „Dies entspricht dem grundlegenden Selbstverständnis der Nationalen Armutskonferenz“, erklärt Gerwin Stöcken abschließend, „wonach ein gesamtgesellschaftliches Verständnis von Armut und eine andere Politik gegen Armut nur dann möglich ist, wenn Menschen mit Armutserfahrung aktiv am Diskurs teilnehmen.“

Die Nationale Armutskonferenz ist Mitveranstalter des Armutskongress

Die Nationale Armutskonferenz ist in diesem Jahr gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband, dem DGB und dem AWO Bundesverband Mitveranstalter des Armutskongresses am 10.04-11.04. in Berlin. Unter dem Motto „Baustelle Deutschland. Solidarisch anpacken!“ diskutieren etwa 500 Personen aus Wissenschaft, Verbänden, Sozialen Einrichtungen, Medien und Politik zwei Tage lang über Fragen rund um Armutsbekämpfung. Auch Menschen mit Armutserfahrung bringen sich aktiv ein. Damit wird der Diskurs über Armut um die Stimmen derjenigen bereichert, die Armut selbst erleben. https://www.armutskongress.de/armutskongress-2019/

 

Einladung zum Fachtag:

Deutschlands soziale Pflichten Wie weiter mit den Empfehlungen des UN-Sozialausschusses?

am  22. März 2019 im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung
Caroline-Michaelis-Straße 1 | 10115 Berlin

Der Sozialausschuss der Vereinten Nationen hat der deutschen Bundesregierung Defizite in der Umsetzung sozialer Menschenrechte attestiert. In seinen Empfehlungen (Concluding Observations) kritisiert der Ausschuss unter anderem das Ausmaß prekärer Beschäftigung und Kinderarmut, den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die Sanktionspraxis der Jobcenter. „Einladung zum Fachtag:“ weiterlesen

nak fordert Abschaffung der derzeitigen Sanktionspraxis im SGB II

Berlin, 15. Januar 2019. Anlässlich der heutigen Verhandlung des Ersten Senats des BVerfG zu den Sanktionen im SGB II über eine Vorlage des Sozialgerichts Gotha erklärt der Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak) Gerwin Stöcken: „Es ist äußerst fraglich, ob Sanktionen ein geeignetes Mittel sind, um Menschen fit zu machen für den Arbeitsmarkt. Vor allem aber sollten wir uns bewusst machen: Das Recht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums ist nicht verhaltensabhängig. Statt auf Sanktionen sollte deshalb stärker auf die persönliche Beratung und Betreuung in den Jobcentern gesetzt werden, um den Betroffenen endlich auf Augenhöhe zu begegnen.“, betont Gerwin Stöcken. „nak fordert Abschaffung der derzeitigen Sanktionspraxis im SGB II“ weiterlesen

Barbara Eschen beendet Amtszeit als Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz

Berlin, 30.11.2018: Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, übergibt das Sprecheramt der Nationalen Armutskonferenz (nak) nach zwei Jahren turnusgemäß an Gerwin Stöcken (AWO). Die Delegierten der nak wählten Stöcken heute auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin zum neuen Sprecher. Als erste Frau an der Spitze der Nationalen Armutskonferenz setzte sich Eschen vor allem für eine effektive Bekämpfung von Kinderarmut ein und legte den Fokus auf Frauen- und Familienarmut.

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Menschen mit Armutserfahrung und Verbände fordern wirksame Bekämpfung von Kinderarmut

Anlässlich des 13. Treffens der Menschen mit Armutserfahrung fordern die Nationale Armutskonferenz und die im „Ratschlag Kinderarmut“ zusammengeschlossenen Verbände die Bundesregierung auf, „mit großer Priorität wirksam und zielgerichtet die Armut von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu bekämpfen“.

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Nationale Armutskonferenz veröffentlicht dritten Schattenbericht: Armut stört!

Berlin, 17.10.2018: Am heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut veröffentlicht die Nationale Armutskonferenz ihren dritten Schattenbericht zur Armut in Deutschland. Der Bericht gibt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf und lässt Betroffene zu Wort kommen.

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Nationale Armutskonferenz veröffentlicht Parallelbericht zu sozialen Rechten in Deutschland

Berlin, 21.09.2018: Erstmals beteiligt sich die Nationale Armutskonferenz (nak) am Staatenberichtsverfahren zum UN-Sozialpakt und hat einen eigenen Parallelbericht vorgelegt. Dieser zeigt, inwiefern Armut in Deutschland auch ein menschenrechtliches Problem darstellt. Anlass der Veröffentlichung ist die Anhörung der Bundesregierung vor dem Sozialausschuss der Vereinten Nationen am 25. September 2018 in Genf.

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Einladung zum Pressegespräch – Forum Menschenrechte und Nationale Armutskonferenz am 21.09.2018

„Soziale Rechte – auch ein Thema für Deutschland! Vorstellung der Parallelberichte des Forum Menschenrechte und der Nationalen Armutskonferenz“

Parallelbericht * Menschenrechte * Armutskonferenz * UN-Sozialpakt

Berlin, 14. September 2018 – Im Krankheitsfall zum Arzt gehen zu können, ein Dach über dem Kopf zu haben, am kulturellen Leben teilzuhaben – auch in Deutschland sind diese Dinge nicht für alle Menschen selbstverständlich. Am 25. September 2018 überprüft ein Expertenausschuss bei den Vereinten Nationen die Umsetzung der sozialen Menschenrechte in Deutschland.
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