Miteinander oder jeder für sich: Wo stehst du im Sozialstaat?

Im Alltag geht es selten um große Begriffe wie „Sozialstaat“ oder „Gerechtigkeit“. Es geht um ganz konkrete Situationen: Miete, Arbeit, Geld, Behördenbriefe oder ein knappes Budget.

Es geht um Menschen, die arbeiten und trotzdem nicht auskommen.
Um Familien, die unter Druck stehen.
Um ältere Menschen, die einsam werden.
Und um die Frage, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen.

Wir, Armutsnetzwerk – Diakonie Deutschland – Evangelischer Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt – Nationale Armutskonferenz, wollen mit diesem Test zum Gespräch anregen.

Welcher Sozialstaats-Typ bist du?

So geht‘s: Dieser Test hat kein „richtig“ oder „falsch“.
Es geht um eine einfache, aber grundlegende Frage:

👉 Was braucht ein Mensch, um in Würde leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können?


Der Persönlichkeitstest lädt dich ein, Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nicht nur als „System“, sondern als Frage nach Würde, Teilhabe und Solidarität und herauszufinden, welche Haltung du zu Gerechtigkeit und den Aufgaben des Sozialstaats im Alltag hast.


Hinweis: Kreuze jeweils die Antwort an, die deiner ersten Reaktion am ehesten entspricht.

1 / 10

Mobilität und Kontakte

Ein älterer Mann lebt allein. Weil er sich Fahrkarten kaum leisten kann, trifft er seine Freunde kaum noch.


Was ist hier wichtig?

2 / 10

Ausbildung oder Job

Eine junge Frau steht vor der Wahl: ein schlecht bezahlter, körperlich belastender Job im Lager oder eine mehrjährige Ausbildung mit Perspektive.


Was ist aus deiner Sicht wichtiger?

3 / 10

Die Mieterhöhung

Deine Nachbarin arbeitet als Pflegehelferin in Vollzeit.

Plötzlich steigt ihre Miete um 200 Euro monatlich. Sie weiß nicht, wie sie das dauerhaft stemmen soll.


Was sollte aus deiner Sicht passieren?

4 / 10

Unterstützung durch den Sozialstaat

Staatliche Mittel sind begrenzt. Inwieweit sollte der Sozialstaat eingreifen und auffangen, wenn Menschen in Armut leben oder in Armut abzurutschen drohen?


Wenn du entscheiden müsstest: Was sollte ein Sozialstaat leisten?

5 / 10

Alleinerziehende Mutter

Eine alleinerziehende Mutter arbeitet Teilzeit im Supermarkt. Am Monatsende reicht das Geld kaum für Essen, Kleidung und Schulsachen.


Wie sollte eine Gesellschaft reagieren?

6 / 10

Leistungskürzung wegen Pflichtverletzung

Deine Cousine hat einen Termin verpasst, weil sie kurzfristig dringend mit ihrem Kind zum Arzt musste und damit ihre Pflicht beim Jobcenter nicht erfüllt, deshalb wurde ihre Leistung gekürzt. Das Einkommen fällt nun deutlich unter das Existenzminimum.


Wie findest du das?

7 / 10

Perspektive: Was heißt „würdevolles Leben“?


Was gehört für dich dazu, damit ein Mensch in Deutschland gut leben kann?

8 / 10

Die Schuldenfalle

Eine Freundin hat Rechnungen verpasst; Mahnungen tauchen auf.

Die Situation wächst ihr über den Kopf.


Was wäre hilfreich?

9 / 10

Termin beim Amt verpasst

Der junge Mann aus dem Haus gegenüber im Bürgergeldbezug hat einen wichtigen Termin beim Amt verpasst – der Brief war für ihn schwer verständlich und ging in der Post unter.


Was ist angemessen?

10 / 10

Familie mit wenig Spielraum

Eine Familie aus deiner Nachbarschaft ist vor Krieg geflohen. Vater, Mutter und drei Kinder leben inzwischen hier, sprechen wenig Deutsch und haben kaum Geld. Die Miete ist bezahlt, aber für Ausflüge, Schulmaterialien und Geburtstage bleibt nichts.


Wie bewertest du das?

Ihr kennt jemanden, der den Test auch unbedingt machen sollte? Dann teilt ihn gern!

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